Qualitätsmanagement in Tageseinrichtungen
für Kinder "Hallo ihr Zwei, macht ihr
jetzt auch Qualitätsmanagement?" "Na klar, ist
doch auch gesetzlich vorgeschrieben." "Sicher, ohne
Qualitätsmanagement geht´s doch gar nicht mehr – ob Du
das jetzt sinnvoll findest oder nicht!" "Na, das find’
ich toll, wir sind ja schon lange dabei -, wenn wir es auch
anders genannt haben. Wir sprechen bei uns nämlich von
‘Evaluation’." "Aber ist das nicht doch
etwas anderes?" "Nein, nein. Wir sichern unsere Qualität,
indem wir unsere Arbeit regelmäßigen Bewertungen unterziehen
– auch durch unsere Klientel." "Das machen wir natürlich
auch, aber im Mittelpunkt steht bei uns ganz eindeutig die Zertifizierung!
Darauf arbeiten wir als Verband hin – das ist wirkliches Qualitätsmanagement."
"Entschuldigt bitte, aber ich kann mich keinem von Euch
so völlig anschließen, obwohl ich felsenfest davon überzeugt
bin, dass wir bei uns exzellentes Qualitätsmanagement betreiben.
So sind bei uns zum Beispiel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ganz stark eingebunden; und es ist wirklich ein Wahnsinn, wie
die mitziehen.
Das macht allen richtig Spaß. – Und da wird auch richtig was
verändert. Aber von Zertifizierung war bei uns zum Beispiel
noch überhaupt nicht die Rede.
Ein solch babylonisches Sprachgewirr könnte sich überall
dort ereignen, wo drei Menschen zusammen treffen und auf die
Idee kommen, sich über Qualitätsmanagement zu unterhalten!
Das ist sehr schade! Denn statt sich in einem informativen Gespräch
gegenseitig zu bereichern, verbringt man die Zeit zuvorderst
mit Begriffsklärungen und der Erkenntnis, dass die fehlende
gemeinsame Sprache und der fehlende gemeinsame Hintergrund es
nahezu unmöglich machen, voneinander zu lernen und sich
gegenseitig weiter zu bringen!
"Qualität" – möglichst für jeden
nachweis- und überprüfbar – erhält in der pädagogischen
Praxis eine immer größere Bedeutung. Seit einigen Jahren
werden die Grundanliegen des Qualitätsmanagements mit Blick
auf die Tageseinrichtungen für Kinder diskutiert. Besonders
heute, in Zeiten von Kostendruck und Qualität – möglichst
für jeden nachweis- und überprüfbar – erhält
in der pädagogischen Praxis eine immer größere Bedeutung.
Seit einigen Jahren werden die Grundanliegen des Qualitätsmanagements
mit Blick auf die Tageseinrichtungen für Kinder diskutiert.
Besonders heute, in Zeiten von Kostendruck und Rationalisierungen
in Tageseinrichtungen für Kinder, gewinnt für die
‘Außenwelt’ nachvollziehbare Qualität an Gewichtung.
Insbesondere das Kinder- und Jugendhilfegesetz hat den Dienstleistungscharakter
von Tageseinrichtungen für Kinder aufgenommen und in zahlreichen
Paragraphen diese Tendenz zum Ausdruck gebracht. Damit ist im
sozialen Bereich etwas eingetreten, was gerne als Paradigmen-
oder Perspektivenwechsel bezeichnet wird. Nicht mehr nur die
Sicht der pädagogischen ExpertInnen wird zum ausschlaggebenden
Faktor. In den Mittelpunkt des Interesses rücken nun auch
die Kinder und Eltern. Doch wie lässt sich Qualität
in Tageseinrichtungen für Kinder messen? Klassische Standards,
wie Raumgröße, Personalschlüssel und Gruppengröße
sind kein ausreichender Hinweis dafür, ob die Arbeit wirklich
im Sinne des Kindes und seiner Entwicklung erfolgt. Die daraus
resultierende Qualitätsdiskussion findet derzeit an vielen
Orten statt. Dabei geht es nicht darum, dass alle Einrichtungen
nach den selben einheitlichen Standards arbeiten. Qualität
kann nicht zentral verordnet werden, sondern muss in den Einrichtungen
von den dort Tätigen definiert und entfaltet werden. In
der Einrichtung muss es allerdings unbedingt einen Qualitätskonsens
geben.
Im Laufe des letzten Jahres wurde diese Qualitätsdiskussion
um eine weitere Facette ergänzt. Die Frage nach dem Output
rückte im Rahmen der internationalen PISA-Studie in den
Mittelpunkt. Zum gesetzlichen Auftrag jeder Tageseinrichtungen
für Kinder gehört der Bildungs- und Erziehungsauftrag.
Die Ergebnisse dieser Studie gaben den Anstoß für eine
Diskussion über die Frage: Was lernen Kinder in der Tageseinrichtungen
für Kinder? Sehr schnell wurde deutlich, dass das Stichwort
‘ganzheitlicher Bildungs- und Erziehungsauftrag’
in der Diskussion wenig zählt, wenn es nicht mit Details
ausgefüllt werden kann. Hier stehen die Einrichtungen in
der Pflicht, diesen Auftrags über eine pädagogische
Konzeption oder ein Qualitäts-Handbuch umzusetzen.
Anschließend ist es dann die große Kunst,
die formulierten Bildungs- und Erziehungsziele in das alltägliche Gruppengeschehen zu übertragen,
die Umsetzung zu dokumentieren und zu überprüfen,
Entwicklungen und Ergebnisse bei den Kindern festzustellen sowie
diese den Eltern zu übermitteln.
Es ist sicher falsch zu glauben, dass seit ‘PISA’
die Bildungsdiskussion die Qualitätsdebatte als Modeerscheinung
abgelöst hat. Vielmehr wird es so sein, dass nur mittels
eines umfassenden Qualitätsmanagements wie es QualityPack
darstellt, die neuen Erwartungen erfüllt werden können.
Mittels der Instrumente des Qualitätsmanagements können
Sie die Realisierung von Bildungs- und Erziehungszielen effizient
steuern und garantieren sowie das Erreichen feststellen und
überprüfen. Zurzeit werden vielerorts sogenannte Bildungsvereinbarungen,
-pläne und -curricula entwickelt. Diese werden von uns
in naher Zukunft mittels einer Transparenzstudie miteinander
verglichen und QualityPack-NutzerInnen zugänglich gemacht.
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