BildungsQualität
Entwicklung und Umsetzung
einer Bildungskonzeption
Autorin:
Monika Brunsberg
Kontakt:
Monika Brunsberg
Kaltenbachweg 6
42349 Wuppertal
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© 2004 by M. Brunsberg, Wuppertal.
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Einführung
Jede Tageseinrichtung für
Kinder in NRW steht vor der Aufgabe, die Bildungsvereinbarung, die im August
2003 zwischen dem Land und den Wohlfahrtsverbänden, den kommunalen
Spitzenverbänden und den Kirchen als Träger getroffen wurde, umzusetzen. Die
Vereinbarung umfasst inhaltliche Bestimmungen des Bildungsauftrages, vor allem
aber Verfahrensgrundsätze, sowie Bildungsziele.
Die Vereinbarung betrifft vor allem die Bildungsprozesse für Kinder vom vollendeten
3. Lebensjahr bis zur Einschulung, insbesondere die Kinder im letzten
Jahr vor der Einschulung. Hier wird auf eine intensive Vorbereitung
und auf einen gelingenden Übergang zur Grundschule verwiesen. Neben
dem o.g. Bildungskonzept, soll eine individuelle Bildungsdokumentation
für jedes Kind angelegt werden (schriftliche Genehmigung der Eltern
ist dafür die Voraussetzung). Die Übergänge zur Grundschule sowie
die interne Evaluation sind ebenfalls Bestandteil der Bildungsvereinbarung.
Die unterzeichnenden Partner gehen davon aus, dass die Vereinbarung
ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung der Bildungsarbeit in
Tageseinrichtungen für Kinder ist. Für die Praxis bietet und bedeutet
diese Bildungsvereinbarung eine gute Chance, sich erneut fokussiert
auf die Bildungsziele, die pädagogische Vorgehensweise sowie die
konkrete Umsetzung zu konzentrieren, nicht zuletzt immer wieder
besonders orientiert am und ausgehend vom Kind. Um eine Bildungsdokumentation
für jedes Kind anlegen zu können, müssen pädagogische Grundhaltungen,
Qualitätskriterien und -standards sowie Voraussetzungen überprüft
und ggf. neu festgelegt werden. Für fast alle Einrichtungen heißt
dies: die Überarbeitung der Konzeption oder des Qualitäts-Handbuches
wird notwendig.
Viele Träger, Leitungskräfte
und MitarbeiterInnen stellen sich diesen veränderten Rahmenbedingungen
und arbeiten mit enormer Motivation an der Weiterentwicklung ihrer
Einrichtungen. Genau an diesem Punkt möchte ich eine umfassende,
nachhaltige und kostengünstige Hilfestellung anbieten. Mit dieser
CD wird es Ihnen gelingen, Ihr Profil zu schärfen, Ihre pädagogische
Konzeption / ihr trägereigenes Bildungskonzept darzulegen. Dabei
ist mir wichtig, dass sie aus Beispielen Ihren Nutzen ziehen und
gleichzeitig Ihr eigenes Profil entwickeln können.
(Bedanken möchte ich mich bei den
Abteilungen Tageseinrichtungen für Kinder in den Diözesan-Caritasverbänden
Köln, Essen sowie der Stadt Essen für die fachliche Unterstützung
und die Erlaubnis zur Übernahme einiger Materialien.)
Das Anliegen der CD „BildungsQualität“
Ergänzend zu den bisher
erschienen Publikationen zum Thema Bildung möchte ich deren Inhalte
konkretisieren und mit dem Themenkomplex „Qualitätsmanagement“ verknüpfen. Neben
sehr guten Einführungen in die Thematik gibt es mittlerweile auch Publikationen
sowohl von freien Autoren als auch von den großen Fachverbänden für
Tageseinrichtungen für Kinder. Keine der Publikationen bietet allerdings ein
konkretes System von Musterkonzeption, Einzelbausteinen, Prozessbeschreibungen,
Formularen und Dokumenten.
Genau an dieser
Schnittstelle von Literaturempfehlungen und der eigenen Praxis scheitern
zurzeit viele Vorhaben zur Umsetzung der Bildungsvereinbarung. Die
Erfahrungen zeigen, dass es für die meisten Einrichtungen nicht
möglich ist, ohne Beispiele und Muster die Bildungsvereinbarung
mit ihren Vorgaben und Forderung umzusetzen und so erscheint das
Vorhaben zu aufwendig, zu unübersichtlich, zu ...
Die Publikation
auf CD ermöglicht allen Einrichtungen, die Muster und Beispiele
ohne großen Aufwand auf die eigene Praxis hin anzupassen und im
PC zu hinterlegen. Es genügen dabei einfache Word-Kenntnisse. Wer
schon einmal ein Dokument (Prozessbeschreibung, Fragebogen etc.)
vom Punkt Null (vom leeren Blatt) an entwickelt hat, kann abschätzen,
welche enormen Zeitressourcen durch diese Vorgaben eingespart werden
können. Die CD hilft genau an dieser Stelle, in dem sie ganz konkrete
Praxisbeispiele liefert. Auf der Grundlage einer fiktiven Tageseinrichtungen
für Kinder finden sich für viele Bereiche der täglichen Arbeit eine
Fülle von Hilfestellungen zur Umsetzung der Bildungsvereinbarung.
Mit der Ihnen
vorliegenden CD wurde eine Ideensammlung mit unterschiedlichsten
Ansatzpunkten, sowie Schwerpunkten zusammengestellt, um Ihnen in
der Praxis vielfältige Möglichkeiten und Varianten anzubieten. Auch
bei dieser CD - wie schon bei „QualityPack“ - wird Ihnen ein offenes
System angeboten, damit Sie vor Ort die Dokumente und Inhalte individuell
auf Ihre Tageseinrichtung mit Ihren Bedürfnisse und Situationen
anpassen können.
Folgende Inhalte finden sie auf dieser CD:
Konzeptionelle Grundlagen
Hier werden Ihnen umfangreiche Informationen zum
Einstieg geboten. In neun Dateien aufgeteilt finden Sie u.a. Literaturtipps,
eine Musterkonzeption und Checklisten zur Verbesserung der bisherigen
Praxis.
Umsetzung der konzeptionellen Grundlagen
Hier finden Sie etwa 25 Dateien in 5 Ordnern, die
Ihnen differenzierte Vorlagen bieten, Ihre Bildungsvorgaben effizient
umzusetzen und Ihren Arbeitsalltag zu organisieren.
Kinder
Hier finden Sie knapp 30 Dateien rund um die Themen
Bildungsplanung, Beobachtung und Dokumentation bei einzelnen Kindern.
Aus vielfältigen Anregungen lässt sich das für Sie Geeignete heraus
filtern.
Eltern
Hier finden Sie 7 Dateien, die Ihnen helfen, den
Anspruch der Erziehungspartnerschaft konkret umzusetzen.
Schule und Kooperationspartner
Auch hier befinden sich in 5 Dateien alle wichtigen
Informationen für gelingende Kooperationen zwischen Ihrer Tageseinrichtung
für Kinder und der Grundschule.
Die Bildungsdebatte bringt viel Unruhe und Unsicherheit mit sich, aber eben
auch eine große Chance, Ihre wertvolle und so wichtige pädagogische
Bildungsarbeit noch einmal zu überdenken, ggf. anzupassen. Nutzen
Sie für sich und Ihre Einrichtung die aktuelle Offenheit für dieses
Thema und überdenken Sie zum Wohle Ihrer Kinder und Familien in
der Einrichtung Ihre pädagogische Bildungsarbeit. Nutzen Sie die
Gunst der Stunde, um der breiten Öffentlichkeit sowie allen Kunden
(Eltern, Kinder und Kooperationspartnern) Ihrer Einrichtung aufzuzeigen,
welche wertvolle und wichtige Basisarbeit Sie für die Bildung der
Kinder leisten.
Da wir uns als Menschen groß oder klein, immer wieder verändern
und weiterentwickeln, müssen wir vor Ort immer wieder wahrnehmen,
beobachten, uns gemeinschaftlich Austauschen und die Ergebnisse
als Probeläufe für die kommenden Entwicklungsphasen sehen.
Ich wünsche Ihnen den bestmöglichen Erfolg bei der Umsetzung der CD-Inhalte.
Verschaffen sie sich einen Überblick
Bevor Sie mit
der konkreten Suche nach einzelnen Inhalten der auf CD beginnen, ist es ratsam,
sich einen Überblick zu verschaffen. Dafür können Sie die CD über das
entsprechende Laufwerk öffnen; sinnvoller ist es allerdings, wenn Sie den
kompletten Inhalt zuerst auf Ihre Festplatte speichern. Die Inhalte können dann
wesentlich schneller aufgerufen werden und Sie haben bereits den gesamten Inhalt
für eine spätere Bearbeitung an Ort und Stelle. Über die verschiedenen
Explorer-Funktionen können Sie sich nun einen guten Überblick über den Aufbau
verschaffen. Wählen Sie dazu im geöffneten Explorer die Ansicht ‚Details‘ und
ziehen danach dass Feld Dateiname so weit nach rechts, dass Sie alle Dateinamen
vollständig lesen können. Sollten Sie bereits jetzt einen Blick auf einzelne
Dateien werfen wollen, so ist zu empfehlen, auf ihrem Computer die im Menü unter
Extras / Optionen / Ansicht im Word-Programm angebotenen Funktionen zu
aktivieren.
Pädagogische Konzeption / spezifisches Bildungskonzept
Diese
Anwendungs-CD dient – vereinfacht ausgedrückt – der Entwicklung und Umsetzung
ihrer Bildungskonzeption in die alltägliche Praxis ihrer Einrichtung. Wenn
Sie sich mit der (Weiter-)Entwicklung ihrer Bildungskonzeption beschäftigen
wollen, bietet Ihnen die CD wertvolle Hilfestellungen an. Vielfach scheitern die
Bemühungen um eine eigene Bildungskonzeption nicht am guten Willen und der
fachlichen Kompetenz der Leitungskräfte und MitarbeiterInnen, sondern an der
konkreten Hürde der Verschriftlichung. Viele Teams tun sich sehr schwer - auch
mit externer Beratung - wenn sie anfangen müssen, etwas zu verschriftlichen.
Später ist es dann für viele Teams ebenfalls sehr schwierig, das gesamte Werk in
eine anschauliche und formatierte Fassung zu bringen. Anhand von vorliegenden
Beispiels können sie direkt in die inhaltliche Diskussion einsteigen: Wie ist
das bei uns? Welche Ziele verfolgen wir? Welche Gliederung müssen wir uns
suchen? Welche Aspekte fehlen uns?
Die Musterkonzeption ist auf der Basis einer „unsichtbaren Tabelle” formatiert.
Das hat den Vorteil, dass Änderungen, Ergänzungen und neue Abschnitte
einfach hinein geschrieben werden können. Die ansprechende Gestaltung
geht dabei nicht verloren. Die sonst schwierige, mühevolle und zeitaufwendige
Arbeit mit einem langen Word-Dokument wird extrem erleichtert.
Die Musterkonzeption ersetzt nicht die fachliche Auseinandersetzung
innerhalb des Teams unter Einbeziehung des Trägers und der Eltern
über die Ziele und Inhalte Ihrer Tageseinrichtung. Sie ist Hilfestellung
zum Einstieg in den Prozess und hilft bei der Dokumentation. Für
den Prozess der inhaltlichen (Weiter-) Entwicklung Ihrer Konzeption
finden Sie viele hilfreiche Publikationen.
Neben der Bildungskonzeption finden Sie auch einzelnen Bausteine,
die in eine pädagogische Bildungskonzeption einfließen können, Durch
die vorliegenden Bildungsvereinbarung sind neue Themen in den Fokus
des Interesses gelangt. Hierfür wurden einzelnen Textpassagen erstellt,
welche Sie in Ihre schon vorhandenen Konzeption nach inhaltlicher
Diskussion und Abstimmung in Ihrer Einrichtung integrieren können.
Prozessbeschreibungen
Die
pädagogischen Aussagen des Bildungskonzeptes müssen durch konkrete Absprachen
und gemeinsam entwickelte Vorgaben auf die alltägliche Praxis übertragen werden.
Mit den MitarbeiterInnen ist zu klären, wie die Erwartungen von außen (Eltern,
Kinder, Gesetzgeber, Träger) mit den eigenen Zielen abgeglichen werden können.
Daraus resultiert einen Vorstellung, wie die täglichen pädagogischen Abläufe in
der Einrichtung gestaltet werden sollen. Zusätzlich gilt es festzulegen, welche
Zuständigkeiten von den einzelnen MitarbeiterInnen übernommen werden. Im
Qualitätsmanagement haben sich dazu die ‚Prozessbeschreibungen‘ bewährt.
Gleichzeitig wird abgesprochen, wer welche Aufgaben übernimmt (Zuständigkeiten),
was besprochen werden muss (Inhalte) und welche Unterlagen ausgefüllt oder
ausgegeben werden müssen (Formulare usw.)
Die Prozessbeschreibungen sind alle gleich aufgebaut, damit sie übersichtlich
sind und kurz und knapp formuliert werden können. Damit jeder weiß,
wer die Prozessbeschreibung geschrieben hat, wird dies schriftlich
festgehalten. Zusätzlich wird durch Unterschrift dokumentiert, dass
diese Prozessbeschreibung gültig ist. (verwendete Abkürzungen finden
Sie in der beigefügten Abkürzungsliste)
Die Prozessbeschreibungen sind genauso wie die Konzeption nur als Beispiele
zu verstehen. Sie müssen noch auf die Praxis der jeweiligen Einrichtung
angepasst werden. Weniger starre Regelungen führen zu mehr Freiräumen
aber gleichzeitig auch zu mehr Verantwortung für die MitarbeiterInnen.
Wägen Sie für Ihr Team ab, was für Ihre Einrichtung das richtige
Maß ist.
Formulare
Formulare
sind dazu da, für gewisse Abläufe alle notwendigen Daten zu sammeln. Sie werden
entwickelt, um eine feste Form vorzugeben. Formulare sollten immer dazu dienen,
Zeit zu sparen. Ein typisches Beispiele für ein Formular ist die Vorlage für
eine Fotodokumentation oder die Vorlage zur Festhaltung einer wichtigen Spiel-
oder Beschäftigungsszene. Auch bei den Formularen sollte notiert werden, wer sie
entwickelt und wer sie genehmigt hat. Vorliegende Formulare können Sie
verwenden, entsprechend Ihren Bedürfnisse verändern, natürlich können Sie auch
weiterhin ihre eigenen Formulare verwenden, integrieren oder auch jetzt
entwickeln. Ausgefüllte Formulare werden von Ihnen in der Regel aufbewahrt. Sie
werden hierfür bereits jetzt ein Aktensystem in Ihrem Büro haben. Die Gründe für
die Aufbewahrung liegen klar auf der Hand, es geht darum, für gewisse
Entwicklungen, Absprachen, Verläufe und Ereignisse dokumentierte Nachweise
(Nachweisdokumente – welche auch teilweise Aufzeichnungen genannt werden)
vorliegen zu haben.
Ein neuer Fokus, der sich hier ergibt, ist die Bildungsdokumentation, welche
zu jedem Kind in einer Mappe / Ordner angelegt wird (hier geht es
genau darum: Szenen, Stärken, Situationen und Bedürfnisse eines
Kindes festzuhalten, um nachvollziehbar die Entwicklungsschritte
und Veränderungsprozesse des Kindes zu dokumentieren. Formulare,
die als Raster für die Aufzeichnungen und Kommentare der MitarbeiterInnen
genutzt werden, erleichtern die Umsetzung in der täglichen Praxis.
Den Anfang leicht gemacht
Nach dem
Lesen dieser ersten Seiten können Sie los legen. Nehmen Sie sich einen Bereich
heraus, den Sie als erstes genauer klären wollten. Gründe dafür können sein:
unklare Absprachen, viele Missverständnisse, Fehler, negative oder kritische
Rückmeldungen, die neuen Vorgaben von außen oder vielleicht möchten Sie einfach
eine Aufgabe klar delegieren. Anschließend wählen Sie die dazu entsprechende
Dokumente (Prozessbeschreibungen, Formulare, Dokumente) aus und passen Sie auf
Ihre Situation an. So können Sie konkret erste Erfahrungen sammeln. Anschließend
können Sie im Team über Inhalte und Form Ihres Vorschlags mit den
MitarbeiterInnen ins Gespräch kommen. Für Ihre Diskussion im Teamgespräch ist es
sicher hilfreich, wenn Sie einen Teilaspekt auswählen, an dem alle
MitarbeiterInnen mitwirken und sich einbringen können. Später können auch
MitarbeiterInnen Vorschläge für Neuregelungen erarbeiten. Im Großen und Ganzen
sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie für die Koordinierung jemanden benennen
(wie im Qualitätsmanagement der Qualitätsbeauftragter), bei dem alle
Information, Teilaspekte und Arbeitsergebnisse zusammenlaufen. Natürlich sollten
alle notwendigen Schritte mit dem Träger abgesprochen sein (z.B.:
Bildungskonzept, interne Evaluation). Für den Anfang ist es leichter, die
Struktur der CD unverändert in Ihrem Computer zu lassen. Sie können die Inhalte
verändern, Neues hinzufügen, sollten aber die Namen der Dateien und Ordner nicht
verändern. Wenn Sie die ersten Arbeitsergebnisse / Vorgaben
(Prozessbeschreibungen, Formulare und Dokumente) erstellt und besprochen haben,
können die entsprechenden Unterschriften für eine Freigabe erfolgen. Was dann
unterschrieben ist, ist gültig und alle sollten dann lernen, damit zu arbeiten.
Für die erste Zeit sollten Sie eine Kopie dieser gültigen Unterlagen in einem
Ordner gesammelt aufbewahren, damit alle MitarbeiterInnen bei Bedarf hinein
schauen oder sich die entsprechenden Formulare entnehmen können. Denken Sie
daran: Starten Sie mit konkreten Inhalten und belasten Sie sich in der
Startphase nicht mit irgendwelchen EDV-Problemen. Das kann warten!
Einige Passagen werden in einem lila Schriftton
dargestellt. NutzerInnen von QualityPack können so die
Aktualisierungen erkennen und für sich nutzbar machen. Sollte dies
für Sie uninteressant sein, so können Sie die Textstellen wieder
in Schwarz darstellen lassen.
Schritt für Schritt
Wenn Sie die ersten Erfahrungen gesammelt haben, sollten Sie sich für sich
selber einen Rahmen für die nächsten Schritte (halbes Jahr) für
die Umsetzung Ihres Bildungskonzeptes und der Bildungsvereinbarung
abstecken. Was sollen die nächsten Schritte sein? Möchten Sie externe
Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen? Welchen zeitlichen Rahmen
können Sie sich stecken? Brauchen Sie weitere Informationen? Diese
Klärung ist ganz wichtig, damit alle an einem Strang ziehen und
schützt vor Enttäuschungen, wenn es nicht so läuft, wie in der Euphorie
des Anfangs erträumt. Diese Planungen können Sie im Halbjahres-Rhythmus
weiter fortsetzen. Der folgende Fragenkatalog dient einer ersten
Bestandsaufnahme.
| 1. |
Was wird getan?
Wie lautet der (gesetzliche) Auftrag?
Was sind die Kernaufgaben unserer Einrichtung (trägerspezifisches
Bildungskonzept)?
Welche eigenen Ziele und Wertorientierungen liegen dem zu Grunde?
Was soll wie dokumentiert werden; intern für die Tageseinrichtung
und individuell für jedes Kind?
Welche Vorgaben wurden für die Elternpartnerschaft und die Zusammenarbeit
mit der Grundschule entwickelt?
Was soll wann wie intern evaluiert werden? |
| 2. |
Wie wird es getan?
Wie werden die Entwicklungsprozesse, die Bildungsziele, -inhalte
und Bedürfnisse der ‚Kunden‘ im täglichen Arbeitsablauf erfüllt?
Wie transparent und effizient sind die Prozesse organisiert?
Wie sind die einzelnen Bildungsprozesse aufeinander abgestimmt?
Wie werden die Bildungsvereinbarung und andere gesetzte Vorgaben
umgesetzt? |
| 3. |
Wer macht was?
Sind die Zuständigkeiten und Befugnisse eindeutig festgelegt?
Sind die Arbeitsbereiche der MitarbeiterInnen beschrieben?
Ist allen MitarbeiterInnen die Aufbauorganisation bekannt? |
| 4. |
Womit wird es getan?
Welche Hilfsmittel sind erforderlich und vorhanden?
Gibt es einheitliche Musterformulare, Checklisten, etc. ? |
| 5. |
Was wird wie dokumentiert?
Gibt es eine systematische Dokumentation der Bildungsumsetzung
und eine Evaluation des Bildungskonzeptes, sowie der pädagogischen
Arbeit und der Beobachtungsaufzeichnungen? |
Abkürzungsverzeichnis
Bei tabellarischen Darstellungen (z.B. Prozessbeschreibungen)
ließen sich Abkürzungen leider nicht immer vermeiden, da sonst die
einzelnen Tabellen viel zu groß und unübersichtlich geworden wären.
|
Abkürzung / Begriff |
Beschreibung |
|
AGMA |
Mitarbeiterin einer Auffanggruppe |
|
AZ |
Aufzeichnung |
|
BB |
Beobachtungsbogen |
|
BD |
Bildungsdokumentation |
|
BeMA |
Mitarbeiterin in einem Bereich |
|
BK |
Bildungskonzept |
|
BV |
Bildungsvereinbarung |
|
D |
Verantwortung zur Durchführung |
|
DO |
Dokument |
|
E |
Eltern |
|
EA |
Elternabend |
|
ERZ |
Erziehungsberechtigte |
|
EK |
Ergänzungskraft |
|
ER |
Elternrat |
|
FD |
Frühdienst |
|
FK |
Fachkraft |
|
FO |
Formular |
|
GL |
Gruppenleitung |
|
GLP |
Gruppe der lenkenden Prozesse |
|
GPP |
Gruppe der pädagogischen Prozesse |
|
GR |
Gruppe |
|
GUP |
Gruppe der unterstützenden Prozesse |
|
H |
Hospitantin |
|
I |
(Pflicht-)Informationsempfänger |
|
JA |
Jugendamt |
|
JP |
Jahrespraktikantin |
|
KD |
Kind |
|
KVP |
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess |
|
L |
Leitung |
|
M |
Verantwortung zur Mitwirkung |
|
MA |
Pädagogische Mitarbeiterin |
|
ME |
Mentorin |
|
NA |
Nachweise |
|
NMA |
Neue Mitarbeiterin |
|
PA |
Personalabteilung / zuständige Stelle für
Personalverwaltung |
|
P |
Prozessbeschreibung |
|
R |
Mitarbeiterin Finanzen / Rendantur |
|
RdT |
Rat der Tageseinrichtung |
|
SgMA |
Mitarbeiterin der Stammgruppe |
|
SLT |
Stellvertretende Leiterin |
|
T |
Träger |
|
VRdT |
Vorsitzende des Rates der
Tageseinrichtung |
|
ZM |
Zukünftige Mitarbeiterin |
|