Für die anstehende Überarbeitung habe ich Ihnen gezielt Bausteine zusammengestellt. Diese können Sie als Grundlage für Ihre interne Weiterentwicklung nutzen. Nehmen Sie sich genug Zeit (z.B. in Form von Teamtagen), Ihre bisherige Arbeit zu reflektieren und die Inhalte der Bausteine auf Ihre Praxis zu übertragen. Vielleicht können Sie sogar einige Formulierungen für Ihre eigenen konzeptionellen Texte nutzen.
Damit Sie sich schneller zurechtfinden, hier die Übersicht der Bausteine nummeriert und mit Seitenzahlen versehen.
Bausteine |
Inhalte |
Seiten |
|
Vorab-Information zum Thema Bildung - Ziele der Bildungsarbeit |
|
Baustein 1 |
Ansatz für die Bildung |
ab Seite 2 |
Baustein 2 |
Geschichtlicher Exkurs |
ab Seite 3 |
Baustein 2.1 |
Voraussetzung für die Einrichtung |
ab Seite 4 |
Baustein 3 |
Infos aus der Wissenschaft |
ab Seite 4 |
Baustein 4 |
Erkenntnisse aus der Hirnforschung |
ab Seite 5 |
Baustein 5 |
Ausrichtung der päd. Arbeit auf die jüngeren Kinder |
ab Seite 6 |
Baustein 6 |
Bindung und Beobachtung |
ab Seite 7 |
Baustein 6.1 |
Wahrnehmende Beobachtung |
ab Seite 8 |
Baustein 7 |
Die Herausforderung |
ab Seite 8 |
Baustein 8 |
Die Erzieherin in der Beobachtung, s. auch 16 |
ab Seite 9 |
Baustein 9 |
Beobachtung – Definition und Methoden |
ab Seite 9 |
Baustein 9.1 |
Beobachtungseinflüsse |
ab Seite 10 |
Baustein 9.2 |
Ziele von Beobachtung |
ab Seite 10 |
Baustein 10 |
Wichtige Aspekte in der Entwicklung |
ab Seite 11 |
Baustein 10.1 |
Die Persönlichkeitsentwicklung |
ab Seite 11 |
Baustein 10.2 |
Trotzphase |
ab Seite 12 |
Baustein 10.3 |
Soziale Kontakte |
ab Seite 12 |
Baustein 10.4 |
Fragealter |
ab Seite 13 |
Baustein 10.5 |
Sauberkeitserziehung |
ab Seite 13 |
Baustein 10.6 |
Das Streben nach Autonomie |
ab Seite 14 |
Baustein 10.7 |
Sensible Phase in der Entwicklung |
ab Seite 14 |
Baustein 11 |
Pädagogischer Ansatz |
ab Seite 14 |
Baustein 12 |
Voraussetzung für den Bildungsprozess |
ab Seite 15 |
Baustein 13 |
Bildung |
ab Seite 15 |
Baustein 14 |
Bildungsbereiche |
ab Seite 16 |
Baustein 15 |
Tagesablauf |
ab Seite 16 |
Baustein 15. 1 |
Rituale |
ab Seite 17 |
Baustein 16 |
Neuer päd. Auftrag für die ErzieherInnen |
ab Seite 17 |
Baustein 17 |
Allg. Raumgestaltung |
ab Seite 19 |
Baustein 17.1 |
Spiel- und Beschäftigungsmaterialien |
ab Seite 20 |
Baustein 18 |
Erziehungspartnerschaft |
ab Seite 20 |
Baustein 18. 1 |
Einverständniserklärung |
ab Seite 21 |
Baustein 18. 2 |
Entwicklungsordner |
ab Seite 21 |
Baustein 18. 3 |
Kontaktaufnahme |
Ab Seite 21 |
Baustein 18. 4 |
Eingewöhnungsphase |
ab Seite 22 |
Baustein 18. 5 |
Tür- und Angelgespräch |
ab Seite 23 |
Baustein 18. 6 |
Gespräche mit Eltern |
ab Seite 23 |
Baustein 19 |
Kooperationspartnerschaften |
ab Seite 23 |
Baustein 20 |
Einbeziehung / Aufgaben des Trägers |
ab Seite 24 |
Baustein 21 |
Qualitätskriterien |
ab Seite 24 |
Vorabinformation zum Thema: Bildung
Bildung im frühkindlichen Alter wird als ein sozialer Prozess definiert, denn in der Regel lernen Kinder in einer konkreten sozialen Situation, in der Interaktion mit anderen Kindern, mit ErzieherInnen, Eltern und anderen Erwachsenen. In diesem Sinne verstanden, verlangt Bildung aktive Beteiligung aller in das Bildungsgeschehen einbezogenen, also der Kinder wie der Erwachsenen und sie findet im partnerschaftlichen Zusammenwirken dieser Beteiligten statt.
Bildungsprozesse sind komplex, vollziehen sich lernend und gestalten sich über eigenaktive Prozesse und knüpfen an den Selbstbildungspotentiale des Kindes an. Sie bieten Auseinandersetzung mit der direkten Umwelt Alle Bildungsprozesse bauen auf stabilen emotionalen Beziehungen und gehört zu den Menschenrechten die jedem Kind zustehen und möglich gemacht werden muss.
Ziele der Bildungsarbeit
Das übergeordnete Ziel ist es, die individuellen Bildungsprozesse jedes einzelnen Kindes vom ersten Besuchstag an zu stärken und weiter zu entwickeln.
Der Begriff „Bildung“ umfasst nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. Vielmehr geht es in gleichem Maße darum, Kinder in allen ihnen möglichen, insbesondere in den sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern. Kinder werden in einem solchen Bildungsverständnis auf ihre zukünftigen Lebens- und Lernaufgaben vorbereitet und zur Beteiligung am Zusammenspiel der demokratischen Gesellschaft ermutigt.
Ziel der Bildungsarbeit ist es, die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen Gelegenheiten zu schaffen, ihre Selbstbildungspotentiale möglichst vielseitig zu nutzen sowie ihre schöpferischen Verarbeitungsmöglichkeiten zu erweitern und auszuprägen. Diese Bildungsarbeit in unserer KiTa leistet den Beitrag zu mehr Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft und zum Ausgleich individueller sozialer Benachteiligung.
s. Anwendungs-CD BildungsQualität.
Baustein 1: Ansatz für die Bildung – Entwicklung und Förderung
Kinder lernen von Geburt an bereits im Mutterleib. Sie lernen mit allen Sinnen sowie durch Erfahrung mit dem eigenen Tun. Ihr Lernen ist prozessorientiert und weniger ergebnisorientiert, dafür aber häufig im sozialen Kontext.
Bei jedem Kind wird individuell angesetzt, um eine differenzierte, effektive und individuell zugeschnittene Förderung anbieten zu können.
…
Die Wahrnehmung der Selbstbildungspotenziale der Kinder liegen allen pädagogischen Maßnahmen zu Grunde. Deshalb sollten die Selbstbildungspotenziale der Kinder in allen Bereichen ganzheitlich und gleichwertig aktiviert und genutzt werden.
- Die Selbstbildungspotenziale …
- durch
-
- sowie forschendes Lernen
|
Baustein 2: Geschichtlicher Exkurs im Bezug auf Kinder unter Drei in Tageseinrichtungen
Früher waren Plätze für Kinder unter Drei nur dann in Tageseinrichtungen für Kinder integriert, wenn es einen Bedarf dafür gab. Der Bedarf wurde daran orientiert, in wie weit diese Plätze, als so genannte Notfallplätze benötigt wurden. Notfallplätze wurden definiert über Alleinerziehende, die berufstätig sein mussten.
Das klassische Bild früher war, dass das Kind unter Drei ----
Für den Imagewandel wären folgende Argumente von Vorteil:
- Berücksichtigung der individuelle Bedürfnisse und der einzelnen Entwicklungssituationen, auf die die Pädagogen gezielt eingehen
- bessere Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten durch ein vielfältiges, gezieltes und kindgerechteres Material und
- …
Sichtweise – Einstellung der MitarbeiterInnen in Tageseinrichtungen
Wie sehen die ErzieherInnen selbst die Plätze für Kinder unter Drei? Würde sie ihre Kind schon im Altern von unter 3 Jahren mit in die Einrichtung bringen und wenn ja, warum? Weil sie selbst wieder arbeiten möchten und müssen oder aber weil sie denken, … |
Sugsessive müssen wir (die Erwachsenen) die Verantwortung
für den Bildungs- und Entwicklungsprozess
an die Kinder abgeben
damit sie selbst ihre Bildung in die Hand nehmen können. |
Baustein 2.1: Voraussetzungen für die Einrichtungen:
Der Wandel der gesellschaftlichen Einstellung spiegelt sich auch in den Entwicklungen unserer päd. Arbeit wieder => was junge Menschen heute und auch zukünftig benötigen. Denn die zukünftige Generationen sollen / müssen sich in der Gesellschaft inkl. ihrem System von Morgen zurechtfinden.
Deshalb müssen die Pädagogen in den Einrichtungen, noch verstärkter als bisher die individuellen Voraussetzungen für Bildungsprozesse von jedem einzelnen Kind nutzen.
|
Baustein 3: Infos aus der Wissenschaft
Nach der Aussage vorn Prof. Schäfer wissen wir, das Bildung bei der Geburt beginnt. D. h. für uns Kinder egal welchen Alters sind kontinuierliche Lerner.
…..
Wie Kinder sich bilden (Selbstbildungspotenziale):
Um sich bilden zu können, benötigen Kinder elementare Handlungsfelder und –entwürfe.
Schon bei den Kleinkindern besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Handlungen und den Denkprozessen. Man kann so von …
s. Anwendungs-CD BildungsQualität Selbstbildungspotenziale
Als Grundausstattung ist die Sinneswahrnehmung der Kinder vom ersten Lebenstag an vorhanden (z.B.: Geschmackswahrnehmungsuntersuchungen belegen dies, Geräusche hören Kinder schon im Mutterleib, das Sehen ist vorhanden, ..
Laut Prof. Dr. Dr. M. Spitzer können Kinder schon ab dem 7 Monat Regeln nachvollziehen.
Resultierende Zielsetzung für die Pädagogik:
Kinder sollten in einer komplexen Umwelt aufwachen um selbst auswählen zu können, was sie brauchen um sich entwickeln und bilden .. |
|
Baustein 4: Erkenntnisse aus der Hirnforschung
Die Ausgangsposition eines Neugeboren ist hervorragend. Nachweislich wurde festgestellt, dass die Neugeborenen genauso viele Neuronen haben wie die Erwachsenen, welche jedoch noch nicht vernetzt sind. Durch die aktive und rasante Entwicklung im ersten Lebensjahr haben die Zweijährigen ein neuronales Netzwerk entwickelt, was dem eines Erwachsenen gleicht.
Im dritten Lebensjahr bilden sich Netzwerkstrukturen…
s. Anwendungs-CD BildungsQualität stärkenorientierter Ansatz
Rückschluss für die Pädagogen:
Ein gezieltes Raumkonzept bietet fassettenreiche Erfahrungsmöglichkeiten was auf der einen Seite eine feste Ordnungsstruktur vorhält, an der man sich orientieren kann, aber gleichzeitig auch den Forschungsdrang und die Neugierde des Kindes anspricht. … |
Kinder kommen
kompetent und als
Energiebündel auf die Welt. |
Kinder als Energiebündel, heißt:
- mit eigenen Überlegungen
- mit eigenen Wegen
- mit eigenen Lernansätzen
|
Das menschliche Gehirn ist ein Sozialorgan.
…
s. Baustein 6: Bindung |
Baustein 5: Ausrichtung der päd. Arbeit für Kinder unter Drei?
In vielen Tageseinrichtungen stellt sich die Frage. Ob für Kinder unter Drei nun ein gezieltes differenziertes päd. Handlungsfeld entwickelt und …. |
Die folgenden Bausteine werden als die wesentlichen Schwerpunkte der frühkindlichen Bildung angesehen. Sie sind nacheinander aufgelistet, was allerdings keine Wertigkeit darstellt.
Klassisch sind diese Bausteine nicht zu trennen, … |
»Die Bindungstheorie
ist vor allem …
(Grossmann; Winter & Zimmermann: Bindung und seelische Entwicklungswege) |
Baustein 6: Bindung und Beobachtung
Nach wie vor wird davon ausgegangen, dass zumindest für die ersten etwas zweieinhalb Lebensjahre eines Kindes der Lebensmittelpunkt durch Hauptbezugspersonen bestimmt wird (vgl. Rauh, 2006 + sowie eine Langzeitstudie der USA belegen diese These). …
Denn nur durch die Sicherheit einer emotional starken Bindung kann sich das Kind auf Bildungsprozesse einlassen. Wobei anzumerken bleibt, dass die Kinder in ihren Bindungsverhalten eine so genannte Rangordnung - „Hierarchien“ - in den Beziehungen zu ihren Bezugspersonen entwickeln. Wir wissen heute, dass wir als Bezugserzieher nicht in Konkurrenz mit den Eltern stehen. Dies ist wichtig zu wissen, um es den Eltern transparent zu machen (vgl. Rauh, 2006).
Wenn ein Kind in unserer Einrichtung ….
|
Baustein 6.1 Wahrnehmendes Beobachten |
|
Baustein 7: die Herausforderung
Eine Bindung an eine BezugserzieherIn, ist die Voraussetzung die in der Tageseinrichtung für jedes Kind geschaffen werden muss als Basis für alle Entwicklungsprozesse.
Um dem Kind Impulse, Anregungen …
Für den internen Weiterentwicklungsprozess streben wir gezielte sowie systematisiert Beobachtungen von Verhalten und .. |
|
Baustein 8: die ErzieherInnen in der Bebachtung
Alle ErzieherInnen müssen wissen, was, wie, wann und vor allem mit welcher Zielsetzung (warum) beobachtet soll oder welche Beobachtungen in Zusammenhang gebracht werden können. Bewusst muss es den ErzieherInnen auch … |
Baustein 9: Beobachtung
Definition:
Unter Beobachtung versteht man die Zielgerichtete Erfassung der aktuellen Umwelt durch die Sinnesorgane und das Festhalten des Erfassten in schriftlicher Form.
systematische Beobachtung
Bei der systematischen ….
teilnehmende Beobachtung
- Bei der teilnehmenden ...
-
- Wie soll das Beobachtete dokumentiert werden?
Baustein 9.1 : Folgende Bedingungsfelder nehmen Einfluss auf das Verhalten des Kindes:
|
Baustein 9.2 : Ziele von Beobachtungen:
- Feststellung und Erfassung von der Persönlichkeit des Kindes – seinen Vorerfahrungen sowie schon vorhandenen Interessen und Stärken
- Wahrnehmung von ….
-
einzelnen Kind eine optimale Förderung und Bildung zukommen lassen können.
Eine Voraussetzung dafür ist die Einverständniserklärung der Eltern. s. DO Einverständniserklärung
s. Anwendungs-CD BildungsQualität |
Baustein 10: Wichtige Aspekte für die Entwicklung
Man sagt Kindern im Alter von 0 – 3 Jahren nach sie „ticken“ anders.
Für ein motivierendes und freudiges Lernen benötigen die Kinder Vorbilder, sowie eine emotional warme Umgebung …. |
Baustein 10.1: Die Persönlichkeitsentwicklung
Die ersten Lebensjahre sind die Basis für die Entdeckung der eigenen Persönlichkeit, damit Kinder sich stark und …. |
|
Baustein 10.2: Trotzphase
Die Trotzphase ist eine wichtige Phase im Alltag der Zweijährigen, um sich selbst in dem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung näher zu kommen. Die Aufgabe sowie die Herausforderung besteht darin, sich selbst bewusst wahrzunehmen ….
Frei nach dem Motto „Was toleriert ihr und was nicht“.
Aus diesem Grunde ist es immens wichtig, dass Eltern, die andern Kinder und die Bezugserzieh-erInnen, die Gefühle und
s. Checkliste Trotzphase |
Wenn Kinder ihren Gemütszustand, der für diese Entwicklungsphase charakteristisch ist, in Worte ausdrücken könnten,
…. |
|
Baustein 10.3: soziale Kontakte
Kinder brauchen andere Kinder. Schön Säuglinge haben ein soziales Interesse an anderen Kindern
Kinder brauchen einander und wenn möglich in gleichen Alter. Solche Konstellationen sorgen dafür, dass die Kinder in Resonanz gehen können. Kinder, die z.B. …. |
Warum, wieso weshalb, warum,
wer nicht fragt bliebt dumm. |
Baustein 10.4: Fragealter
Kinder interessieren sich für die Welt. Sie sind neugierig und möchten alles verstehen. Sie reden gern und viel. Die Gesprächspartner sollen sich für die Themen der Kinder interessieren. Alles, was um sie herum geschieht, ist für sie …
- Warum fragen Kinder? Da gibt es ….
Weil sie die Aufmerksamkeit …
s. Baustein18: Elternpartnerschaft s. Checkliste Fragealter und Anwendungs-CD BildungsQualität |
Baustein 10.5: Sauber- und Trockenwerden
Bei jedem Kind ist es genetisch festgelegt und damit nicht durch erzieherische Maßnahmen erreichbar, wann es trocken wird. Dies hängt vom individuellen Reifungsprozess ab. Zwischen dem 18 – 30 Monate sind die …..
s. Beobachtungsdokumentation des Kindes |
. |
Baustein 10.6: Das Streben nach Autonomie
Kinder nutzen jede erdenkliche Möglichkeit, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sie sind eigensinnig, neugierig und selbstbewusst. Sie besitzen auch bei auftretenden Schwierigkeiten häufig ein erstaunliches Durchhaltevermögen. Das Streben nach Autonomie, setzt nach der Entstehung des Selbst-Bewusstseins im zweiten Lebensjahr intensiv ein. Die ….. |
|
Baustein 10.7: Sensible Phasen in der Entwicklung
wird teilweise auch Zeitfenster der Entwicklung genannt. Die sensiblen Phasen sind bei Kindern individuell sehr unterschiedlich und hängen jeweils von den Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes ab. Wie viel Impulse. Anregungen hat das Kind in einer …. |
Man ….
Galileo Galilei |
Baustein 11: Pädagogischer Ansatz
- orientiert an: Das Bild vom Kind von Emmi Pikler (ungarische Kinderärztin)
Die Achtung des Kindes, die Anerkennung der Würde auch des kleinsten Kindes, der Respekt von seiner Kraft und seinem Willen sollte vorhanden sein und weiterentwickelt werden. Sich zu äußern (non- und verbal), und das schon vom ersten Tag an, ….
Ergänzender Hinweis: Bitte beachten sie, dass…. |
Baustein 12: Voraussetzungen für die Bildungsprozesse, -begleitung und
-dokumentation
Jedes jüngere Kind gehört zu eine Nestgruppe oder Stammgruppe mit einem Nestbereich, aus dem heraus es sich auf den Weg machen kann. Die BezugserzieherIn hilft dem Kind in seinen verschiedenen Phasen, z. B. bei der Auswahl von ….
s. Baustein Qualität Kritikereien und Anwendungs-CD BildungsQualität |
Die aktuelle Säuglingsforschung
spricht vom
„kompetenten Säugling“. |
Baustein 13: Bildung
Nach der Aussage der „kompetenten Säugling“ geht man davon aus, dass der Säugling mit allen notwendigen Kompetenzen ausgestattet ist, welche er zu seiner Weiterentwicklung benötigt. Gleichzeitig ist bekannt, dass das Kind von Geburt an einen immensen Forschungsdrang hat.
Das Kind ist als Akteur seiner Entwicklung anzusehen!
Seine Entwicklung ist das Ergebnis von Neugierde, spontaner Tätigkeiten, Lernfreude, Selbstorganisation und –gestaltung. Das Bedürfnis nach Bindung und das Bedürfnis nach Erkunden und Autonomie sind vergleichbar mit zwei Schalen einer Waage. Nur Kinder, die sich der Geborgenheit und des Schutzes mindestens einer Bezugsperson sicher sind, können voller Forschungsrang und Selbstvertrauen in ihr Leben und ihre Entwicklung starten. Bindungspersonen sind die Basis von der aus das Kind auf seine Erkundigungstour geht und bei Bedarf immer wieder in die emotionale Sicherheit (Hafen) zurückkehrt. Direkt, körperlich oder nur durch einen Blickkontakt. … jedes einzelnen Kindes ist.
s. auch Baustein Bindung / Eingewöhnung und Anwendungs-CD BildungsQualität |
Baustein 14: Bildungsbereiche
Im geforderten trägerspezifischen Einrichtungskonzept gibt es neben den Vorgaben des Trägers folgende Bildungsbereich, welche …
Alle Bildungsbereiche …
s. Anwendungs-CD BildungsQualität |
Spielerisches Lernen
Das Spiel ist die höchste Form der Forschung.
Albert Einstein |
Baustein 15: Tagesablauf
Der Tagesablauf, besonders bei jüngeren Kindern, muss sich an den Bedürfnissen und Situationen der Kinder orientieren. … entfalten und eine Vertrautheit langsam entwickeln.
Beispiele für Eckpunkten (Rituale und Regeln):
- Begrüßungsritual bei der Bringphase
- Verabschiedungsritual
- Regeln für …
Trotz dieser festgelegten Struktur muss im Tagesablauf eine Flexibilität und Offenheit vorhanden sein, in dem sich die ErzieherInnen auf Situationen der Kinder einstellen, sie in seinen Handlungen und in seinen Aktionsfeldern begleitetet …
Beispiele für Flexibilität und Offenheit:
- freie Bereichswahl im Nest, –bereich (Kreativ, Bewegung, Teppichbereich, ...)
- freie Materialauswahl – im Bereich der Materialier für jüngere Kinder (bei Bedarf ggf. mehr)
- freie Wahl über Spieldauer
- …
|
Baustein 15.1: Rituale
Rituale helfen Kindern, denn sie erleichtern Übergänge. Rituale verstanden als ein Vorgehen nach Gegebenheiten und eine vorhersehbare Ordnung bindet, …
Rituale können:
- Identität stärken
- Orientierung geben
- Gefühle ordnen und …
-
aus: Das Schatzbuch ganzheitliches Lernen - Dr. Ch. Liebertz |
Baustein 16: neuer päd. Auftrag für die ErzieherInnen
Anhand der o. g. Ausführungen wird deutlich, wie wichtig die Rolle der ErzieherInnen in Tageseinrichtungen ist. Gerade die zentrale Rolle des BezugserzieherIn, die sie bei den Kinder unter Drei einnimmt. Sie muss gleichzeitig aktiv als …
Ein wichtiger Handlungsaspekt ist, dass die Kinder auf beziehungsfähige, feinfühlige ErzieherInnen angewiesen sind, die ihnen beim Aufbau einer neu zu entwickelnden Bindung zur Verfügung stehen. Den jüngeren Kindern durch die Beziehungskontinuität und dem zugewandten Vertrauen, Sicherheit und Verlässlichkeit bieten.
Inhalte des neuen Aufgabenprofils:
Die Selbstbildungspotenziale eines Kindes optimal ausschöpfen und in die pädagogische Arbeit integrieren zu können, muss .. Arbeit mit Kindern um folgende Orientierungen:
- Entwicklung einer Bindung – Beziehung zu dem jeweiligen Kind
- Kennen lernen des jeweiligen Biorhythmus des Kindes
- Wahrnehmung der Familiensystems – Lebensbedingungen, in dem das Kind lebt (Fokus wie sieht das Leben, die Entwickelung von Kinder unter drei Jahren aus)
- Fachkompetenz erlangen
-
- …
Folgende Faktoren bieten die Grundlage für das pädagogische Handeln und müssen von den ErzieherInnen gelebt werden:
- sich als Bezugserzieher für Kinder verstehen und anbieten
- sich als Begleitung
- …
s. Anwendungs-CD BildungsQualität |
Baustein 17: allg. Raumgestaltung und Spiel - Aktionsräume
Noch bevor die ErzieherInnen mit ihren eigenen Vorstellungen und Maßnahmen die Bildungsprozesse der Kinder mitgestalten, sind es die Räume sowie das Haus, die dem Kind die Gelegenheit geben, sich aus eigner Initiative heraus mit Tätigkeiten und Materialien oder auch anderen Kindern zu beschäftigen. Durch die Räume werden Selbstbildungspotenziale angesprochen und herausgefordert. Die Räume sind Ausgangspunkte vieler kindlicher Wahrnehmungsprozesse und Entwicklungen. Deshalb sollten die Räume, …
s. FO Raumausstattung + Planung Küchenbereich |
Baustein 17.1: Spielmaterialien
Spielmaterialien müssen orientiert am Entwicklungsstand der Kinder ausgewählt werden. Sie sollten das Interesse und die Neugierde der Kinder und Drei ansprechend und vielfältig vorhanden sein. Mit vielfältig ist nicht die Mengen gemeint, sondern die gezielte vielfältige Spiel– und Einsatzmöglichkeit. Die Sinne der Kinder sollten herausgefordert werden, d. h. …
Einige Aspekte die bei der Spielauswahl und Raumsgestaltung hilfreich sind:
- Platz zum freien Spiel => nur wo Raum ist, kann etwas entstehen
- Heiterkeit, Motivation und Atmosphäre sind die Grundlage für die engagierten Entwicklungsverlauf
- Zeit – für Entwicklung, Entdeckung etc.
- Vorbereitete Bereiche mit einem Aufforderungscharakter
- Vielseitige und vielfältiges …
Anmerkung:
Bei der Auswahl der Materialien sowie bei der Gestaltung der Bereiche sollten Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden (zu mindest …
s. FO Spielmaterial |
|
Baustein 18: Erziehungspartnerschaft
Eine enge Kooperation und Partnerschaft zwischen Eltern und ErzieherInnen ist die Voraussetzung und muss eine Selbstverständlichkeit für die optimale Förderung des Kindes sein. Je jünger die zu betreuenden Kinder sind, desto intensiver müssen der Austausch, die Zusammenarbeit und die Offenheit zwischen den …
s. auch folgende Pkt. und Anwendungs-CD BildungsQualität Elternpartnerschaft |
Baustein 18.1: Einverständniserklärung
Für eine Bildungsdokumentation ist die Einverständniserklärung der Eltern Voraussetzung. Im Vorfeld bekommen die Eltern …
s. FO Einverständniserklärung, Baustein Entwicklungsordner und Anwendungs-CD BildungsQualität |
Baustein 18.2: Entwicklungsordner
Für Kinder unter Drei gibt es keine Vorgaben, die Bildungsprozesse zu dokumentieren. Da aber die ersten drei Lebensjahre bei der Entwicklung eines Kindes von fundmentaler Bedeutung sind, werden wir auch für die jüngern Kinder die Beobachtungen, …
Beispiele für Inhalte eine Entwicklungsordners
- Infos zur Vorgeschichte des Kindes
- ggf. Elternfragebogen
- Infos zur Familiensituation
- Kurznotiz zu Kennlernhospitationen
- Bericht zur …
s. Anwendungs-CD BildungsQualität |
Baustein 18.3: Kontaktaufnahme
Schon bei der ersten Kontaktaufnahme zur Einrichtung benötigen die Eltern auf sie zugeschnittene Informationen.
Fragen wie:
- Ab wann kann mein Kind aufgenommen werden?
- Was sind die Voraussetzungen?
- Wie laufen die Eingliederungsmaßnahme und die Eingewöhnungsphase ab?
Welche Vorerfahrungen hat die …
Weiterführend s. PB`s, z.B.: Erstgespräch, Kennlernhospitation, Aufnahmetag, Eingewöhnungsphase |
Baustein 18.4: Eingewöhnung
In der Eingewöhnungszeit ist es hilfreich, eine BezugserzieherIn für das Kind sowie für die Eltern zu benennen, die bestenfalls schon die Kontaktaufnahme und die Besuchskontakte betreut hat. So wären schon einmal ein paar Berührungspunkte vorhanden. …
Bei dem infans-Eingewöhnungsmodell (H.J. Laewen), geht man von einer dreitägigen Grundphase aus, während die Eltern, das Kind in die Einrichtung begleiten …
Durch Beobachtungen, Anwesenheit, Ansprache und Spielangebote signalisiert die Bezugserzieherin Bereitschaft zum Beziehungsaufbau und besucht behutsam die Interaktion herzustellen und zu vertiefen. Eine vorläufige Entscheidung über die weiter Vorgehensweise, Dauer der Eingewöhnungsphase wir am vierten Tag unter Beteiligung der Eltern getroffen (Eintritt in die Stabilisierungsphase). …
s. Caritas – Kompakt und s. PB Aufnahmetag - Eingewöhnungsphase |
Baustein 18.5: Tür- und Angelgespräche
Bei Tür- und Angelgesprächen steht nach Möglichkeit die Bezugserzieherin den Eltern täglich zur Verfügung. Hier werden Rückmeldungen zum Tag gegeben, z.B.: was ist geschehen, mit was hat sich das Kind beschäftigt, welche Herausforderung und welche Entwicklungsaufgaben hat es sich vorgenommen? Gab es Besonderheiten, neue Bereiche oder neue Kontakte denen sich das Kind gestellt hat? Gleichzeitig werden auch über pflegerische Aufgaben, Essens- und Trinksituation sowie Schlafrhythmen und Aktionsphasen berichtet. …. |
Baustein 18.6: Einzelgespräche mit Eltern
Zur Schaffung einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und pädagogischen ErzieherInnen gehört das persönliche Gespräch, in dem Erfahrungen und Fragen im Hinblick auf das Kind ausgetauscht und geklärt werden können. Dies geschieht, um die bestmöglichen Entwicklung und Förderung des Kindes zu erzielen. Entsprechende Einzelaspekte wie die Beobachtungen des Kindes, die Bildungsdokumentation und vor allem die Absicht der Erziehungspartnerschaft sowie der pädagogischen Auftrag der Einrichtung fließen hier ….
s. Baustein Tür und Angelgespräche, PB Erstgespräch, Ergebnisprotokoll etc. |
Baustein 19: Kooperationspartnerschaften
Partnerschaften zum Wohle des Kindes sind anzustreben. Die Begleitung und Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse stellen professionelle Anforderungen an die ErzieherInnen. Eine sensible und geschulte Wahrnehmungs- und Beobachtungskompetenz sowie ein Fachwissen….
Voraussetzung für eine solche Kooperation ist:
- die Einbeziehung der Eltern als Erziehungspartner, wenn es um individuelle Situationen der einzelnen Kinder geht (Einverständnis oder noch besser die Kooperation mit den Eltern vorausgesetzt)
- die Zielsetzung klar zu definieren, wenn es um ….
|
Baustein 20: Einbeziehung - Aufgaben des Trägers
Schaffung von personeller und räumlicher Voraussetzungen
Gerade der Träger, der in seiner Tageseinrichtung Kinder unter Drei aufnehmen möchte, muss …
Hier einige Aspekte, die der Träger bei der Umstellung beim Neuausrichtung berücksichtigen muss:
- Welche Absprachen müssen mit dem Jugendamt und dem Landschaftsverband im Vorfeld getroffen werden?
- Veränderungen im Personalbedarfs und der -qualifizierung?
- Welche Fortbildungsmaßnahmen müssen Erzieherinnen besuchen, um sich auf die neue Zielgruppe einstellen und vorbereiten zu können?
- Welche räumlichen Gegebenheiten und Ausstattung müssen geschaffen werden und welche baulichen Veränderungen?
- ....
Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, sollte der Träger als erstes eine Umfeldanalyse durchführen, um festzustellen in wie weit andere Einrichtungen solche Gruppenformen schon anbietet und welcher Bedarf im Stadt- bzw. Gemeindegebiet vorhanden ist. Hilfe in Form von einem Beratungsgespräch beim Jugendamt, dem Landschaftsverband und die konzeptionelle …
s. FO Vorüberlegungen – Kinder unter Drei und Ordner Planungsgrundlagen |
Baustein 21: Qualitätskriterien
Ein wesentliches Ziel ist es, die Abläufe, Inhalte und Ergebnisse durch strukturierte Abläufe und Vorgaben konkret, zielgerichtet und überprüfbar zu machen. Festgelegte Vorgaben bieten so eine Orientierung für die pädagogische Handlung. Gleichzeitig bieten sie die Basis für die Überprüfung, in wie weit die pädagogische Arbeit individuell bei jedem einzelnen Kind oder aber in der Gruppe erfolgreich ist und war. So soll eine optimale, effektive und auch effiziente Arbeit möglich werden, die immer wieder auf die Situationen, Forderungen und Bedürfnisse angepasst werden …
s. Anwendungs-CD BildungsQualität |
Bitte nutzen Sie das offene System der hier vorliegende Anwendungs-CD um weitere Bausteine hinzufügen, die für Sie wichtig sind. Hier kann es sich um Netzungsmöglichkeiten in der Gemeinde Kooperationen im Stadtgebiet sowie religionspäd. Aspekte etc. handeln, die Einfluss auf ihre päd. Arbeit haben.
Ihre päd. Schwerpunkte und Profilinhalte aus Ihrer Bildungskonzeption sollten sich in Ihrer Grundlage / Konzeption ebenfalls widerspiegeln.